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01.04.2012
Bahnhofsgelände: Würdigung eines Kriegstreibers und eines Kriegsgegners am gleichen Ort?
SPÖ Baden fordert einheitlichen Namensgeber!
Im Zuge des Gedenkens zum 150. Geburtstag von Arthur Schnitzler wurde in Baden der Bahnhofspark in „Arthur-Schnitzler-Park“ benannt. GRin Malinovic findet dies sehr begrüßenswert, forderte aber bei der letzten Gemeinderatssitzung, dass der Platz, der den Park umgibt, auch in „Arthur-Schnitzler-Platz“ umbenannt wird. „Dies würde einerseits das Namenschaos um diesen Ort bereinigen, da im Sprachgebrauch der Badener/-innen für diesen einen Ort/Platz ohnedies schon mehrere Namen (Bahnhofspark/Bahnhofsplatz) existieren. Andererseits ist es sehr bedenklich, dass der Kriegstreiber Conrad von Hötzendorf in Baden gehuldigt wird, zumal er im Gegensatz zu Schnitzler, keinerlei Bezug zur Stadt hat.“, argumentiert Malinovic. Als Ironie der Geschichte bezeichnet es Malinovic diese beiden historischen Personen an einem Ort zu würdigen. Der Schriftsteller Arthur Schnitzler war ein bekannter Militär- und Kriegsgegner, der KuK-Offizier Conrad von Hötzendorf war jedoch mit seinen präventiven Offensivkrieg gegen Serbien für den Tod von sehr vielen Menschen verantwortlich. „Er betrachtete alle slawischen Völker aufgrund seiner sozialdarwinistischen und chauvinistischen Einstellung als minderwertig. Das ist menschenverachtend und rassistisch – deshalb sollte der Kriegstreiber Hötzendorf in Baden nicht gewürdigt werden.“, begründet Malinovic ihren Antrag. Die mit der Umbenennung verbundenen Kosten würden sich ebenfalls im Rahmen halten, da nur wenige Haushalte von der Adressänderung betroffen wären. Zick-Zack-Kurs der Grünen Während sich GR Herbert Först von den Grünen erfreut über diese Argumentationslinie zeigte, sprach sich die Grüne Parteiobfrau Krismer sogar dezidiert gegen die Umbenennung des Platzes und Beibehaltung der Anschriften „Conrad von Hötzendorf-Platz“ aus. Schließlich votierten alle Grünen gegen die Umbenennung des Platzes, obwohl die selben handelnden Personen noch vor wenigen Jahren am lautesten die Umbenennung des Hötzendorf-Platzes forderten. Dieser Zick-Zack-Kurs sorgte bei Badens Sozialdemokraten für Kopfschütteln. StR Mag. Markus Riedmayer sieht bei den Grünen keine klare Linie mehr: „Seit dem Eintritt in die Stadtregierung haben Badens Grüne ihre Positionen, für die sie einst vehement eingetreten sind, scheinbar vor dem Eingangstor des Rathauses abgelegt und agieren nur mehr als machthungriges Anhängsel der ÖVP“. |
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